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| Energiesparen wird belohnt |
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90% aller Häuser mit mangelhafter
Wärmedämmung
Die Expertenschätzung ist erschreckend: neun von zehn Häusern erfüllen nicht die
Anforderungen an die gültige Wärmeschutzverordnung. Und dies, obwohl die Verordnung
bereits Anfang 1995 in Kraft getreten ist.
Noch erschreckender aber ist, dass der Energiebedarf in diesen Gebäuden das tatsächlich
nötige Maß weit übersteigt. Mit anderen Worten: Die Heizkosten - besonders nach einem
so langen Winter - erreichen schwindelerregende Höhen. Und es kommt noch schlimmer: Die
Ökosteuer und die neuen reduzierten Förderquoten der OPEC-Mitglieder lassen den Preis
für Energie weiter steigen. Ein Ende ist kaum abzusehen.
Gemäß Wärmeschutzverordnung, kurz WSVO, müssen u. a. alle Wohngebäude, die seit dem
1.1.95 errichtet wurden, die Vorgaben erfüllen. Die Energieeinsparung beträgt damit
gegenüber der vorher gültigen Verordnung rund 30 Prozent. Da aber in den letzten Jahren
die Zahl der Neubauten drastisch zurück ging, ist ein relativ hoher
Althaus-Bestand vorhanden, für den die Verordnung noch nicht gilt. Ausnahme:
Es werden mehr als 20 Prozent der Dachfläche erneuert. Dann ist auch in alten Gebäuden
die gültige WSVO zu erfüllen.
Da viele ältere Gebäude zur Zeit saniert werden, ist hier also auch an die Erfüllung
der gesetzlichen Bestimmungen zu denken. Aber ein noch besseres Argument für die optimale
Wärmedämmung ist natürlich der eigene Geldbeutel. Jeder Euro, der in eine gute
Wärmedämmung investiert ist, wird sich schnell bezahlt machen. Und je höher der
Energiepreis steigt, desto schneller amortisiert sich die Investition.
Zum Vergleich: Ein älteres Wohnhaus hat eine Energiebedarf von mehr als 180kWh pro
Quadratmeter und Jahr. Dies entspricht 18 Litern Heizöl und mehr pro Quadratmeter
beheizter Wohnfläche. Bei Erfüllung der derzeit gültigen Wärmeschutzverordnung würde
der Energiebedarf auf 5,4 bis 10 Liter absinken.
Schon jetzt ist eine weitere Verschärfung der Wärmeschutzverordnung geplant. Die
Zielvorgaben dürften hier bei 3 bis maximal 6 Litern liegen. Die optimale
Wärmedämm-Wirkung wird jedoch nicht allein durch die Dicke der Dämmschicht bestimmt.
Noch wichtiger ist die fachgerechte Verarbeitung der Dämmstoffe, wie sie von den
Fachbetrieben der Dachdecker-Innung beherrscht und täglich praktiziert wird. Das
Do-it-Yourself-Prinzip beim Dachausbau sollte also auf keinen Fall für die Wärmedämmung
angewndet werden, weil sonst auch der teuerste Dämmstoff nicht die erhoffte Wirkung
zeigt.
Hier lohnt es sich auf jeden Fall, die Fachleute vom Dachdecker-Innungsbetrieb zu
beauftragen. Denn sie garantieren mit Ihrer Arbeit die Erfüllung der gesetzlichen
Bestimmungen an den Wärmeschutz. Und darüber kann übrigens von Behörden, Hauskäufern
und Mietern jederzeit der entsprechende Nachweis verlangt werden.
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